Ethische Grundlagen

In einer Welt, in der der Klimawandel die Erde und ihre Arten, wie wir sie kennen, mehr gefährdet denn je, sollten wir alle an einem Strang ziehen und unser Bestes tun, um der Erderwärmung und dem Artensterben entgegenzuwirken. Durch sogenannte Treibhausgase wird das Austreten sogenannter langwelliger Infrarotstrahlung verhindert, was den Treibhauseffekt auslöst und die Temperatur unseres Planeten erhöht. Eines dieser Treibhausgase ist Kohlenstoffdioxid – CO2. Unter allen Quellen der Kohlenstoffdioxidemissionen macht die Agrikultur durch die Nutzung fossiler Brennstoffe und der Freilassung Kohlenstoffdioxids aus den Böden 11 Prozent und damit einen großen Teil aus. Weiterhin ist durch Agrikultur die Artenvielfalt unserer Erde gefährdet. Unter Monokulturen, intensive Nutzung von Düngemitteln, Herbi- und Pestiziden und in einigen Ländern auch Gentechnik leiden ganze Ökosysteme und Spezies. Zusätzlich bringt die künstliche Düngung das natürliche Nährstoffsystem aus dem Gleichgewicht und der Rückgang der Artenvielfalt verursacht die Erosion der Böden.

Permakultur ist die nachhaltige Alternative zur Agrikultur. Ihre ethische Basis ist die Achtsamkeit mit der Natur und den Menschen. Die Achtsamkeit mit der Natur bezieht sich hier auf den umsichtigen Umgang mit den uns von der Natur geschenkten Ressourcen. Teil davon ist es, sich regenerierende Wachstums-, Anbau- und Erntezyklen sowie die natürlichen Kreisläufe von Nährstoffen und Energie langfristig einzuplanen. Die Achtsamkeit mit den Menschen zeigt, dass Permakultur nicht nur ein Ansatz zu nachhaltigem Anbau ist, sondern eine Philosophie, ein Lebensstil. Sie bedeutet die Respektierung der Freiheit aller Menschen und ihr gleiches Recht auf Lebensgrundlagen. Dies erfordert ein Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen von Gemeinschaften und Individuen. Um die Bedürfnisse von Individuen sowie Kommunen decken zu können, fordert Permakultur Selbstbegrenzung und Zurückhaltung in Bezug auf die Belastbarkeit der regenerativen Zyklen der Natur. Das heißt, nur so viel zu nehmen, wie man braucht und sich wieder natürlich regenerieren kann, sowie ungeplanten Überschuss auf die Kommune und Natur zurückzuverteilen.