Schichten und Gilden

Schichten

Schichten werden in der Permakultur genutzt, um anpassungsfähige und widerständige Ökosysteme aufzubauen. Den Wald als Vorbild nehmend sind die Schichten an die Stockwerke des Waldes angelehnt. Die unterschiedlichen Stockwerke bilden sich durch die Bewohnung unterschiedlicher Spezies von Räumen mit unterschiedlicher Lichteinstrahlug. Nicht nur innerhalb des Waldes gibt es viele Beziehungen zwischen den Spezies, auch innerhalb der Schichten besteht ein komplexes Netz aus Interaktionen, von welchen Permakulturisten lernen könnenDas Blätterdach eines Waldes, des höchsten Stockwerkes und der ersten Schicht, erfährt am meisten direkte Sonneneinstrahlung. Zu der nächsten Schicht, der Strauchschicht dringt durch den Schatten des Blätterdachs weniger Licht durch. Hier finden wir Busche und Sträucher wie der Haselnuss oder der Brombeere. Diese Sträucher sind oft mehrjährig und haben holzige Stämme. Im Stock darunter finden wir die Gemüse- und Krautschicht, welche im Gegensatz zur Strauchschicht überwiegend einjährige Pflanzen beherbergt, die also jedes Jahr im Winter absterben. Hier findet man viele Kräuter, kleine Nutzpflanzen, wie der Erdbeere, Gräser und kleine Blumen. Die Funktion der nun folgenden Moos- oder Bodenschicht ist es, den Boden durch Moose, Pilze und Flechten zusammenzuhalten und vor Erosion zu schützen. Hier wird auch herabgefallenes, liegengebliebenes oder ausgeschiedenes organisches Material durch Bakterien oder kleine Insekten recycelt und zu wiederverwendbaren Nährstoffen verarbeitet. In der Wurzelschicht werden Nährstoffe durch die das Erdreich weiter zusammenhaltenden Wurzeln zurück in den Nährstoffzyklus aufgenommen.

Gilden

Wenn man die Natur beobachtet, fällt einem bald auf, dass gewisse Spezies in Gruppen auftreten und symbiotische Kommunen bilden. Das bedeutet, dass sie voneinander profitieren und sich gegenseitig ergänzen. In der Permakultur wird versucht, dieses Phänomen nachzuahmen und so ein stabiles System zu schaffen, indem sich die Mitglieder der Gilden überwiegend gegenseitig regulieren können und der menschliche Eingriff minimiert wird.